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  • Zwangsabgabe für Kinderlose ist der falsche Weg

    (14.02.2012) Die Junge Gruppe der Unions-Bundestagsfraktion hat vorgeschlagen, eine Zwangsabgabe für Kinderlose einzuführen. Als alten Wein in neuen Schläuchen bezeichnete die familienpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Miriam Gruß, diesen Vorstoß und sprach sich gegen ein Zwangskonzept aus.
Das Thema der Generationengerechtigkeit sei nicht neu, der Handlungsbedarf seit langem absehbar, sagte die FDP-Politikerin. "Ein Zwangskonzept ist allerdings die falsche Lösung und lässt unter anderem außer Acht, dass es auch zwei Millionen ungewollt kinderlose Paare in Deutschland gibt. In der heutigen individualisierten Gesellschaft gibt es auch zunehmend Singles, die dazu keine Chance bekommen, sich aber sehnlichst eine Familie wünschen. All diese Menschen abzustrafen, wäre der falsche Weg", so Gruß.

Richtig sei jedoch, dass Kinder zu haben in Deutschland nicht genügend anerkannt werde. Gruß kritisierte: "Es kann nicht sein, dass die Kosten für Kinder in unserer Gesellschaft individualisiert und deren Nutzen sozialisiert werden. Hier müssen Vorschläge auf den Tisch. Wir brauchen deshalb schnellstmöglich die Ergebnisse der Evaluation aller familienpolitischen Leistungen. Wir Liberale fordern seit langem, die Förderung für Familien effektiver zu strukturieren. Ein Zwangssoli für Kinderlose ist aber demografische Planwirtschaft", so die Generalssekretärin der bayerischen Liberalen.

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Renate Will


Renate Will
"Mein politisches Schwerpunktthema ist die Bildungs- und Sozialpolitik. Begonnen hat mein Interesse in den 1970er Jahren, als ich den Vorsitz des Vereins für "Vorschulpädagogik auf dem Lande" in Zorneding übernahm - eine Position, die ich acht Jahre lang mit großem Engagement innehatte. Während dieser Zeit wurde mir bewusst, wie wichtig frühkindliche Bildung ist, denn zu keiner Zeit sind Kinder so neu- und wissbegierig und auch so aufnahmefähig. Die Kinder brauchen besonders im Vorschulalter und während ihrer Grundschulzeit beste Lernbedingungen, um ihr  kreatives und intellektuelles Potenzial ganz entfalten zu können.

Hierfür setze ich mich im Landtag besonders ein."

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