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  • Gemeinderatsbeschluss in Zorneding

    Windräder im Ebersberger Forst

    Windpark Zieger (Foto: Peter Pernsteiner) (09.01.2012)
    Am 24. November wurde im Zornedinger Gemeinderat über den geplanten Windpark abgestimmt ...



Windpark Zieger (Foto: Peter Pernsteiner)
Die fünf Windräder des Windparks Zieger in der Oberpfalz wirken zwar mit 138 Meter Nabenhöhe und 82 Meter Rotordurchmesser in unmittelbarer Nähe recht massiv, aber bereits in 700 bis 800 Metern Abstand vom nächstgelegenen der fünf Windräder kann man sich wirklich an den Blick auf diesen Windpark gewöhnen. (Bild von der Besichtigungsfahrt am 22.10.2011)

Der mögliche Windpark im Ebersberger Forst mit bis zu sechs Windrädern ist derzeit ein äußerst heftig umkämpftes Thema, bei dem sich die Fronten voll und ganz verhärtet haben - sowohl im Gemeinderat als auch bei den Bürgern.


Im Gemeinderat gab es umfassende Informationsveranstaltungen und am 22. Oktober 2011 fand gemeinsam mit Bürgern eine Informationsfahrt zu einem vergleichbaren Windpark in der Oberpfalz statt. In diesem „Windpark Zieger“ wurden im August fünf Windräder mit 138 Meter Nabenhöhe und 82 Meter Rotordurchmesser in einem Abstand von jeweils ca. 350 bis 400 Metern ebenfalls direkt in einem Wald errichtet. Wir hatten bei der Besichtigung großes Glück, dass der Wind tatsächlich recht kräftig war und die Windräder dadurch mit 13 Umdrehungen pro Minute rund 80 Prozent ihrer Nennleistung erreichten - maximal arbeiten die dortigen Windräder mit 14 Umdrehungen.

Natürlich war die Lärmbelastung in unmittelbarer Nähe in 100 Metern Distanz recht beträchtlich, aber bereits in 300 Metern Entfernung nahm der Pegel massiv ab. Und in 700 Metern Entfernung war in Windrichtung nur mehr schwer zu sagen, ob die Windräder wirklich zu hören sind oder ob die unmittelbar am Kopf vorhandenen lokalen Windgeräusche stärker sind. Ich bin deshalb der Meinung, dass eine Errichtung der Windräder mit einem Boden-Mindestsabstand von 1000 Metern zum nächstgelegenen Wohnhaus durchaus ein gangbarer Kompromiss wäre.

Windpark Zieger (Foto: Peter Pernsteiner)
Windrad im Windpark Zieger mit 138 Metern Nabenhöhe aus etwa 100 Metern Entfernung

Wenn man allerdings auf der sicheren Seite sein will und bedenkt, dass wohl in naher Zukunft - auch in unserem Landkreis – zahlreiche weitere Windräder und Windparks entstehen werden, sollte man etwas gemäßigter vorgehen und eine zu starke Konzentration vermeiden. Aus diesem Grunde habe ich mich auf der Gemeinderatssitzung am 24. November 2011 dem Vorschlag der Gemeinde angeschlossen und plädierte für einen Mindestabstand von 1500 Metern und für die Errichtung von „nur“ fünf Windrädern gemäß einem vorgelegenen Situierungsplan


Die SPD und die Grünen haben allerdings einen weitergehenden Antrag gestellt: „Der Gemeinderat stimmt dem geplanten Windpark im Ebersberger Forst unter der Voraussetzung zu, dass dort maximal sechs Windräder in einem Mindestabstand von 1000 Metern zur nächsten Wohnbebauung errichtet werden“. In diesem Antrag war außerdem keine explizite Situierung der Windräder festgeschrieben. Dieser Antrag wurde dann in namentlicher Abstimmung gegen die Stimmen der CSU und gegen meine Stimme mit 11:8 angenommen. Ich finde dies sehr schade, denn durch den so gefassten Beschluss ist jetzt durchaus denkbar, dass in den anderen beiden Gemeinden (Anzing und Vaterstetten) einen Abstand von 1500 Metern eingehalten wird und wir in Zorneding „mit 1000 Meter zufrieden sind“. Damit wäre sogar möglich, dass die Windräder um 500 Meter mehr nach Süden in Richtung Pöring rücken könnten – und davor hatte ich vor der Abstimmung über den pauschalen 1000-Meter-Beschluß eindringlich gewarnt.


Das derzeit noch verbleibende optische Problem mit der nächtlichen "Lichtorgel-Befeuerung" der Windräder wird übrigens hoffentlich bald generell durch eine Radar-Kopplung der Windräder zur Erfassung des Flugverkehrs gelöst sein - laut aktuellen Informationen arbeitet das Bundes-Verkehrsministerium derzeit noch an den hierfür erforderlichen technischen und genehmigungsrechtlichen Richtlinien.


Peter Pernsteiner (9.1.2012)



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Renate Will


Renate Will
"Mein politisches Schwerpunktthema ist die Bildungs- und Sozialpolitik. Begonnen hat mein Interesse in den 1970er Jahren, als ich den Vorsitz des Vereins für "Vorschulpädagogik auf dem Lande" in Zorneding übernahm - eine Position, die ich acht Jahre lang mit großem Engagement innehatte. Während dieser Zeit wurde mir bewusst, wie wichtig frühkindliche Bildung ist, denn zu keiner Zeit sind Kinder so neu- und wissbegierig und auch so aufnahmefähig. Die Kinder brauchen besonders im Vorschulalter und während ihrer Grundschulzeit beste Lernbedingungen, um ihr  kreatives und intellektuelles Potenzial ganz entfalten zu können.

Hierfür setze ich mich im Landtag besonders ein."

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