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  • Joachim Gauck genießt größtes Vertrauen

    (20.02.2012) FDP, Union, SPD und Grüne haben sich auf einen gemeinsamen Kandidaten für die Wahl des Bundespräsidenten geeinigt. „Mit Joachim Gauck haben sich die Liberalen für einen Kandidaten entschieden, der wie kein anderer für Freiheit und Verantwortung steht", sagte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. "Diese Werte sind nicht nur der Grundstein liberaler Politik, sondern bilden auch das Fundament, auf dem unsere Republik und unsere Gesellschaft gegründet sind."
Die FDP habe dazu beigetragen, dass eine von Koalition und Opposition respektierte Persönlichkeit als gemeinsamer Kandidat aus den Gesprächen hervorgegangen ist. "Joachim Gauck steht als herausragende Persönlichkeit über den Parteien und wird als Bundespräsident größtes Vertrauen genießen", so die stellvertretende Bundesvorsitzende. "Für uns war entscheidend, in angemessener Zeit einen Kandidaten zu finden. Der großen politischen Verantwortung für unser Land gerecht zu werden, vor allem in diesen krisenreichen Zeiten, hatte höchste Priorität.“

Leutheusser-Schnarrenberger erklärte, sie rechne nach dem Streit mit der Union über die Nominierung nicht mit Schäden für die Koalitionen in Berlin und Bayern. "In einer schwierigen Situation ist es uns doch gelungen, zu einem guten Ergebnis zu kommen", sagte die bayerische FDP-Landesvorsitzende. Die breite Unterstützung für die Kandidatur Gaucks ermögliche eine Wahl des neuen Staatsoberhauptes "ohne Zittern" im ersten Wahlgang -  "das ist nur mit Herrn Gauck möglich, und das wäre mit Herrn Töpfer nicht gegangen", so Leutheusser-Schnarrenberger.

Zeil: "Nominierung Gaucks ein Erfolg unserer Demokratie"

Bayerns stellvertretender Ministerpräsident Martin Zeil bezeichnete die Nominierung von Joachim Gauck durch ein breites Parteienbündnis als einen Erfolg unserer Demokratie. "Es ist gut, dass es nach den gravierenden Vorgängen in den letzten Monaten jetzt sehr schnell gelungen ist, einen gemeinsamen Kandidaten zu nominieren, der dem Amt Würde und moralische Ausstrahlung zurückgeben kann", so Zeil.

Der stellvertrende FDP-Landesvorsitzende gratulierte dem Bundesvorsitzenden der FDP, Philipp Rösler, und dem Fraktionsvorsitzenden der FDP im Bundestag, Rainer Brüderle, dass sie diese Entscheidung in enger Abstimmung und voller Rückendeckung durch die FDP in den Ländern mit Überzeugungskraft und Standfestigkeit möglich gemacht hätten. "Bayerns Liberale freuen sich auf den neuen Bundespräsidenten, der uns mit seinen Leitmotiven 'Freiheit, Verantwortung und Demokratie' schon oft aus dem Herzen gesprochen hat", sagte Zeil.

Joachim Gauck betonte nach Bekanntwerden der Nominierung, für ihn sei dies ein ganz besonderer Tag. „Am meisten bewegt es mich, dass ein Mensch, der noch geboren ist im Krieg und in der Diktatur aufgewachsen ist, an die Spitze des Staates gerufen wird“, so der früheren DDR-Bürgerrechtler.

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Renate Will


Renate Will
"Mein politisches Schwerpunktthema ist die Bildungs- und Sozialpolitik. Begonnen hat mein Interesse in den 1970er Jahren, als ich den Vorsitz des Vereins für "Vorschulpädagogik auf dem Lande" in Zorneding übernahm - eine Position, die ich acht Jahre lang mit großem Engagement innehatte. Während dieser Zeit wurde mir bewusst, wie wichtig frühkindliche Bildung ist, denn zu keiner Zeit sind Kinder so neu- und wissbegierig und auch so aufnahmefähig. Die Kinder brauchen besonders im Vorschulalter und während ihrer Grundschulzeit beste Lernbedingungen, um ihr  kreatives und intellektuelles Potenzial ganz entfalten zu können.

Hierfür setze ich mich im Landtag besonders ein."

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