
Bahnsteig am Bahnhof Zorneding Der Bahnhof Zorneding verfügt bereits seit Jahrzehnten über eine zumindest halbwegs rollstuhltaugliche Rampe im Westen. Der Bahnsteig selbst kann allerdings auf einer Länge von mehr als 50 Prozent nicht von Rollstuhlfahrern genutzt werden - dies dokumentiert leider unzweifelhaft die offizielle Beschilderung am Bahnsteig. Neben den Treppenabgängen ist die verbleibende Durchgangsbreite am Bahnsteig so eng, dass dieser Bereich für Rollstuhlfahrer nicht geeignet ist und deshalb von ihnren nicht passtiert werden soll!
Die Bahn weist darauf mittels entsprechender Schilder über den Durchgängen hin. Aus diesem Grund dürfen Rollstuhlfahrer offiziell wohl nur den westlichen Teil des Bahnsteigs bis zum ersten Treppenabgang zum "Einsteigen " in die Züge nutzen.
Problematisch wird es wohl dann, wenn ein ortsunkundiger Behinderter in Zorneding mit der S-Bahn ankommt und "versehentlich" weiter östlich aus dem Zug herauskommt!
Die Deutsche Bundesbahn macht es sich schon etwas einfach mit diesen Schildern - und die Behinderten stehen vor vollendeten Tatsachen und müssen entweder auf den nächsten Zug warten oder wohl auf eigene Gefahr die Engstelle passieren - wenn dann mal was passiert, trifft die Bahn wiedereinmal keine Schuld, denn Sie hat ja darauf hingewiesen, dass der Bahnsteig hier nicht passiert werden sollte!

Engstelle Treppenabgang am Bahnhof Zorneding Gemeinderat Peter Pernsteiner hat bereits im Frühjahr 2011 auf dieses Manko in einer Gemeinderatssitzung hingewiesen und auch das Rathaus gebeten, bei der Bahn auf diesen Missstand hinzuweisen! Reagiert hat die Bahn leider bis heute nicht - nach wie vor sind mehr als 50 Prozent des Bahnhofs Zorneding für Behinderte nicht geeignet!
Und dieses Manko besteht wohl leider auch an vielen anderen Bahnhöfen im S-Bahn-Gebiet! Und dies trotz inzwischen jährlich wiederkehrenden Preiserhöhungen!
